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Warum Unternehmen jetzt schon auf den Datenschutz im Online Marketing achten sollten

Gepostet von Hans-Peter Wohlfahrt am 12.05.2017 12:07:52
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Am 4.Mai ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Amtsblatt der Europäischen Union erschienen.

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Ab dem 25. Mai 2018 wird der Datenschutz in Deutschland und Europa durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geregelt. Sie wird den Umgang mit persönlichen Daten, vor allem für Unternehmen, völlig neu regeln. Die DSGVO können Sie hier auch online einsehen.

Mit dieser Verordnung liegt die Pflicht bei den werbetreibenden Unternehmen und/oder Plattformen die Einwilligung der Konsumenten einzuholen, bevor sie deren Daten benutzen, gekoppelt mit der Erklärung, wofür sie diese Daten verwenden werden. Und nach der DSGVO muss dann auch über die Dauer der jeweiligen Speicherung, die Ansprüche des Betroffenen (Auskunfts-, Berichtigungs-, Löschungs-, Einschränkungs-, Widerspruchs-, Datenübertragbarkeitsrecht sowie Widerrufsrecht der Einwilligung) und über das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde informiert werden.

Wenn die Daten künftig für andere Zwecke verarbeitet werden sollen, als für die, für die sie ursprünglich mal erhoben wurden, dann hat das Unternehmen die Betroffenen über diese Zweckänderung zu informieren und auch im Hinblick auf den neuen Zweck erneut alle Informationen bereitzustellen.

Warum sollte man sich schon jetzt mit dem Datenschutz im Online Marketing befassen? Zwei Jahre klingen erstmal viel, aber wer als Verantwortlicher Leiter den Umgang mit Daten in seinem Unternehmen noch gar nicht kennt, sollte sich schleunigst damit befassen, da ggf. erforderliche Anpassungen realisiert werden müssen, dann können diese 24 Monate eng werden. Je nach Umfang und Nutzung in verschieden Bereichen oder Plattformen/Portalen gibt es einiges zu tun. Viele Unternehmen haben mindestens zwei Datenbanken und einige sehr viel mehr, in denen Daten gespeichert und eventuell direkt genutzt werden. Auch Datenbanken von E-Mail-Verteiler-Programme wie Mailchimp sind zu berücksichtigen, oder CRM-Datenbanken wie Salesforce, Sage oder weitere CRM-Systeme. Dabei sollte nicht nur überprüft werden, ob im unternehmensintern alle Verarbeitungsprozesse dokumentiert und bewertet werden, sondern auch, ob etwa auf der Unternehmens-Website oder beim Tracking des Nutzerverhaltens alle Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung eingehalten werden.

Was unter anderem zu überprüfen wäre, ist die Frage nach der Datenverarbeitung im Auftrag für Dritte, wo Mitarbeiterdaten gespeichert werden, ob Subdienstleister eingesetzt werden und wohin möglicherweise Daten noch exportiert werden.

Verstöße können dann richtig teuer werden, bis zu 10 Millionen EUR oder doppelt so hohe Bussgelder, je nach Art des Verstoßes, können gegen die Unternehmen verhangen werden. Aber genaueres lesen Sie unter der Veröffentlichung der Datenschutzgrundverordnung für Unternehmen DSGVO.

Überall, wo Nutzer sich einloggen müssen oder Ihre Daten freiwillig hinterlassen um Zugang zu bekommen oder Downloads vornehmen zu können, ist es für Website-Betreiber ohne größeren Aufwand möglich das Opt-in der Nutzer einzuholen. Deswegen sollte man nicht allzu lang warten und seine Website datengetrieben, damit verkaufsfördernd und umsatzorientiert aufzubauen und darüber eigene Daten gewinnen, um eine gewisse Unabhängigkeit und Reinheit der Daten zu garantieren.

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Topics: Social Media Marketing

Geschrieben von Hans-Peter Wohlfahrt

coacht Verkäufer, Führungskräfte, Unternehmer, Vertriebs- und Marketing-Mitarbeiter aus vielen Branchen bundesweit. Über 25 Jahre Verkaufs- und Marketing-Erfahrung bilden den Hintergrund für einen idealen Mix aus Theorie und Praxis.